High, breit oder stoned sein – Wie fühlt sich die Wirkung von Cannabis an?

Aaron Hernandez

Viele angehende Cannabiskonsumenten oder Interessierte an der Hanfpflanze fragen sich, wie sich ein High eigentlich anfühlt. Gleichzeitig reden Leute immer wieder vom scheinbar selben Begriff, bezeichnen es aber als „stoned“, „high“, „breit“ oder dergleichen. Um die Wirkung von Cannabis ein für alle Mal aufzuschlüsseln und das Geheimnis hinter den verschiedenen Begriffen zu lüften, haben wir den ultimativen Guide geschrieben, damit du in Zukunft weißt, wovon die Leute reden!

Cannabis verändert die Wahrnehmung der Sinne

Die Wirkung von Cannabis ist sehr individuell und vermutlich sogar eine der individuellsten Effekte von Drogen überhaupt, auch wenn es immer wieder als „weiche Droge“ bezeichnet wird. Wenn Leute High sind, dann liegt die Ursache für viele der wahrgenommenen Effekte in der Psyche und Umgebung des Konsumenten, als in dem Wirkstoff THC selbst. „Set und Setting“ bezeichnet in der Welt der Drogen die Voraussetzungen, unter denen man eine Droge konsumiert. Bei Cannabis sind Set und Setting sehr wichtig, weshalb sich eine gemütliche Smoke-Session mit ein paar Freunden auch um ein Vielfaches besser anfühlt, als alleine in seinem Zimmer zu konsumieren.

So gut wie jeder erlebt durch den Konsum von Cannabis eine Veränderung seiner Sinne. Auch wenn THC im Gegensatz zu anderen Drogen wie LSD keine so starken psychoaktiven Wirkungen hat, nimmt man unter dem Einfluss von Gras die Welt dennoch anders wahr. Personen oder Dinge können etwas „ungewohnt“ erscheinen, was sich in dem Moment lustig anfühlen kann. Farben können intensiver wirken und die Stimmung der Person scheint sich „auszubreiten“, wodurch bei guter Ausgangsstimmung der ganze Raum „erstrahlt“. Umgekehrt kann bei schlechtem Set und Setting auch ein negativer Effekt auftreten.

Insbesondere die Sinne schmecken und hören werden durch THC geschärft. Aus diesem Grund berichten viele erfahrenen Cannabisfreunde auch davon, dass sich Musik schöner anhört und man diese intensiver wahrnimmt, weshalb man auch stundenlang in der Musik versinken kann. Ebenso der bekannte Fressflash ist eine Folge aus dem intensiveren Wahrnehmen von Geschmack, wodurch "leckeres“ Essen dann noch besser schmeckt.

Wie THC auf die Stimmung und das Gehirn allgemein wirkt

Ähnlich wie bei Alkohol werden die Stimmung und Emotionen verstärkt. Normalerweise neutrale Situationen erscheinen plötzlich lustig und interessant oder umgekehrt furchteinflößend und unheimlich. Unter dem Einfluss von Marihuana sollte man nicht in stark negative Gedanken geraten, da man sich leicht hineinsteigern und der Trip ins Negative abdriften kann. Auch Paranoia sind eine nicht selten auftretende Nebenwirkung von Cannabis und kann die Person in dem Moment sehr belasten, auch wenn längerfristige Folgen eher selten sind.

THC wirkt auf die meisten Menschen erst einmal beruhigend. Auch Angstpatienten verwenden den Wirkstoff als Medikament, was zwar kurzfristig helfen, aber in einem Teufelskreis enden kann: Sie entwickeln mit der Zeit eine Langzeit-Angststörung, die dann irgendwann auch nicht mehr mit Cannabis behandelbar ist.

Wo liegt der Unterschied zwischen High oder Stoned sein?

Nach dem Konsum von Marihuana beschreiben viele Symptome wie Faulheit und Unmotiviertheit, während andere damit sogar arbeiten oder kreativ sein können. Aber gibt es wirklich unterschiedliche Arten von Highs?

Wie fühlt es sich an, high zu sein?

Wenn jemand davon spricht, high zu sein, dann hat er vermutlich eine gehobene Stimmung, fühlt sich gut und nimmt die Welt einfach intensiver wahr. Dieser Effekt ist insbesondere für viele Cannabispatienten von Bedeutung, beispielsweise gegen Depressionen. Einige berichten auch über eine gesteigerte Kreativität und Lust auf Aktivitäten wie Spaziergänge, zeichnen oder Brettspiele. Zu einem High gehört in der Regel auch ein mehr oder wenig ausgeprägtes Gefühl von Euphorie, was die Lust auf jegliche Art von Aktivitäten nochmals steigert.

Wie fühlt es sich an, stoned zu sein?

Stoned zu sein beschreibt eher das Gefühl, nach dem Konsum von Cannabis sehr müde, faul und/oder hungrig zu sein. Auch dieser Effekt wird von manchen Patienten gewünscht, insbesondere von Schmerzpatienten. Dieser Effekt ist zum einen sortenbedingt (siehe unten), zum anderen aber auch dosisabhängig. Bei höheren Dosierungen tendieren die meisten Sorten dazu, eher „stoned“ zu machen. Auch wenn hier in der Regel ebenso eine leicht gesteigerte Stimmung herrscht, sind die entspannenden Effekte eindeutig im Vordergrund. Produktive Tätigkeiten wie arbeiten oder lernen sind sehr schwierig bis unmöglich durchzuführen, da das Kurzzeitgedächtnis meist beeinträchtigt ist und man zudem einfach ziemlich faul ist

Wie fühlt es sich an, breit zu sein?

Die meisten Konsumenten verwenden „breit“ synonym mit „stoned“ und beschreiben damit die selben Wirkungen. Beim breit sein kommt je nach Definition eine noch stärker gehobene Stimmung dazu.

Was Indica und Sativa mit unterschiedlichen Highs zu tun haben

Ob du von deinem Gras stoned oder high wirst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst einmal haben wir bereits festgehalten, dass THC sehr individuell wirkt und bereits das zu unterschiedlichen Effekten bei unterschiedlichen Personen führt. Auch die Dosierung ist entscheidend, da fast alle Sorten bei hohen Dosierungen zu einem „stoned“ führen. Ganz entscheidend ist aber auch die konsumierte Sorte: Sativa und Indica Sorten haben ganz unterschiedliche „Grundwirkungen“ und führen dementsprechend auch je nach Menge zu verschiedenen Effekten.

Die Sorten lassen sich zunächst ziemlich simpel herunterbrechen: Sativa Sorten machen high, Indica Sorten machen stoned. Ganz so einfach ist es dann doch nicht bei allen Sorten, vor allem weil es eine Menge an Hybriden gibt, die eine Kreuzung aus Sativa und Indica Sorten sind. Je nach gewünschtem Rausch oder gewünschtem medizinischen Effekt solltest du dir also unterschiedliche Sorten raussuchen und besorgen, unser Sortenlexikon hilft dir dabei!

Die Konsumform entscheidet mit

Auch die Art und Weise, wie das THC in den Körper gelangt, spielt eine entscheidende Rolle, wie die Wirkung am Ende ausfällt. Beim klassischen Rauchen muss beispielsweise der Faktor mit einberechnet werden, dass man eine Menge an Schadstoffen inhaliert. Diese sorgen für ein gedämpftes High, was schon eher in Richtung stoned geht. Mit einem Aktivkohlefilter kannst du einen Großteil der Schadstoffe herausfiltern und du wirst direkt merken, dass sich das High deutlich klarer anfühlt.

Zu alternativen Konsumformen gehören unter anderem noch Dabben, vaporisieren und orale Aufnahme, also essen. Beim Dabben erhält man ein relativ klares, intensives und schnell einschlagendes High. Hierbei nimmt man absolut keine Schadstoffe auf und erhält deshalb eine unverfälschte Wirkung, lediglich die Dosierung ist auf diesem Wege nicht ganz so einfach. Mit Edibles erhält man eine eher entspannende, langanhaltende Wirkung, die man wohl als Stoned bezeichnen würde. Rezepte für Cannabis Kuchen oder Haschkekse findest du auf unserer Seite!

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