Hochkonzentrierte Cannabispollen: Was ist Kief und wofür kann es verwendet werden?

Aaron Hernandez

Hast du dich jemals gefragt, wie dieser kleine, klebrige „Staub“ eigentlich heißt, der die Cannabispflanze bedeckt und sich auch im Grinder mit der Zeit ansammelt? Der Staub heißt Kief oder auch Pollen und ist bei eingefleischten Cannabisfans sehr beliebt.

Kief enthält eine Vielzahl an Terpenen und Cannabinoiden, unter anderem dem psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol. Dieses ist nämlich in den Trichomen enthalten, von denen das Kief einen Teil darstellt. Lies weiter, wenn dich interessiert, was du mit dem leckeren Kief alles anstellen kannst und wofür es überhaupt da ist.

Kief bildet eine Schutzschicht auf der Cannabispflanze

Kief ist quasi die Spitze von Trichomen, von denen vor allem die Blüten übersäht sind. Die Trichome auf der Oberfläche der Cannabispflanze schützen vor hungrigen Pflanzenfressern. Dafür produzieren sie einen stark psychoaktiven Wirkstoff, den Tiere zum einen nicht mögen und der sie zum anderen in einen Zustand versetzen würden, in dem sie die restliche Pflanze nicht mehr auffressen könnten. Durch den starken Duft werden auch pollenverbreitende Insekten angezogen, sodass die Pflanze sich selbst um ihren Fortbestand sorgt.

Abgesehen von Cannabis haben übrigens auch viele andere Pflanzen Trichome. Diese sind immer evolutionsbedingt und bringen der jeweiligen Pflanze ganz unterschiedliche Mehrwerte. Auch Algen besitzen Trichome.

Wie du die Pollen sammeln kannst

Wenn du jemals in den Genuss von Cannabis Extrakten wolltest, aber keine Lust hast, ein Vermögen für Extraktions-Ausstattung zu investieren, dann könnte das Sammeln von Kief eine gute Alternative sein. Durch die Hohe Konzentration an Terpenen und Cannabinoiden in den Pollen kannst du hohe Konzentrationen von THC aufnehmen, ohne riesige Mengen an Pflanzenmaterial konsumieren zu müssen.

Das Sammeln oder Extrahieren von von Kief ist ziemlich einfach. Am besten benutzt du dafür einfach einen normalen 4-teiligen Grinder, der in der untersten Kammer automatisch immer das Material aufsammelt. Dafür hat er ein sehr feines Sieb unter der Kammer für das zerkleinerte Weed, durch das die kleinsten Teilchen fallen und sich dann in der letzten Kammer absetzen. Auch wenn zweiteilige Grinder hier und da einen Vorteil haben mögen, sind 4-teilige Grinder in diesem Punkt einfach um Welten voraus.

Wenn du Kief in größeren Mengen herstellen möchtest, dann eignet sich die Grinder-Variante vermutlich nicht. Hierfür gibt es so genannte „Kiefboxen“, die im Prinzip einfach wie eine kleine Holzkiste aussehen und auch selbst gebastelt werden können. In dieser liegt ein feines Gitter. Nun kann man ein paar Gramm Cannabis in die Box reinlegen und diese anschließend gut durchschütteln, sodass das ganze Kief abfallen und durch das feine Gitter fallen kann. Am Endo kratzt du das Kief im Auffangbehälter zusammen und kannst es verwenden. Aber wofür eigentlich?

Ideen zur Verwendung deines Kief

Schön und gut, jetzt weißt du, was Kief ist und wie du es aus der Pflanze gewinnen kannst. Aber was kann man damit eigentlich machen? Im Prinzip hast du unendlich viele Möglichkeiten zur Verwendung, hier ein paar Vorschläge:

Füge es deiner nächsten Ladung in der Pfeife hinzu

Die Veredlung einer schönen Portion Weed in der Pfeife durch Kief ist eine der beliebtesten Methoden, es zu verwenden. Die Wirkung kann sich extrem steigern, wenn man einfach nur eine Messerspitze des kostbaren Staubs auf das Gras legt. Rauche am besten nicht alles auf einmal, sondern teile es in 2 oder 4 Portionen auf, um das Maximum rauszuholen.

Tune deinen nächsten Joint mit ein wenig Kief

Frisch gegrindetes Gras hat eigentlich eine gute Konsistenz zum Rollen eines Joints. Wenn du deinem Weed nun ein wenig Kief untermischst, wird es auf jeden Fall ein wenig mehr kleben, was gewöhnungsbedürftig ist. Die Wirkung deiner Portion steigert sich enorm!

Stelle Hasch her

Hasch ist eine der ältesten Formen von verarbeitetem Cannabis. Zu den ersten Schritten, Hasch herzustellen gehört das Sammeln von Kief. Haschisch ist nämlich im Prinzip nichts weiter, als gepresstes und anschließend erhitztes Kief. Durch die Herstellung von Hasch verändern sich Geruch, Geschmack und Wirkung noch einmal ein wenig. Durch das Pressen erhält Hasch auch seine dunklere Farbe: Je fester es gepresst wird, desto dunkler wird es.

Mache deinen eigenen Moonrock

Moonrocks sind normale Marihuanablüten, ummantelt mit THC-Öl und anschließend in Kief gerollt. Diese haben durch die verschiedenen Komponenten einen extrem hohen THC-Gehalt und sind daher eher nicht für Anfänger geeignet. Wenn du alle drei Bestandteile bereits griffbereit hast, kannst du sie ganz einfach selbst machen. Erhitze dafür dein Öl und bestreiche dein Weed großzügig damit. Jetzt kannst du diesen „Klumpen“ entweder in einem Behälter mit Kief rollen, oder du streust es quasi darüber, damit es hängenbleibt. Lass das Ganze fest werden und zerkleinere sie dann mit der Hand in ein paar Stückchen, damit du sie in der Bong rauchen kannst. Cheers!

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