Wie sich eine Cannabis Toleranz aufbaut und wie du damit umgehen solltest

Aaron Hernandez

Cannabis tötet im Gegensatz zu Meth keine Gehirnzellen und zerstört nicht wie Alkohol die Verbindungen zwischen diesen Gehirnzellen. Stattdessen ist häufiger Cannabiskonsum mit einem anderen Effekt verbunden: Ein Gewöhnungseffekt, besser bekannt als „Toleranz“.

Die Ursache für diese Toleranz gegen Cannabis liegt in den CB1 Rezeptoren im Gehirn, die bei dauerhaftem Konsum mit der Zeit weniger werden. Dementsprechend muss mehr THC konsumiert werden, um den selben Effekt zu erreichen, oder man wird irgendwann gar nicht mehr richtig high. Aber hier kommt der Trick: Dein Gehirn kann sich davon erholen. Deine Rezeptoren und das Endocannabinoid-System und das in der Regel sogar ziemlich schnell in einem Zeitraum von wenigen Wochen.

Was ist deine Cannabis Toleranz?

THC dockt im Gehirn an den CB1 Rezeptoren an, die für die Wirkung von Cannabis verantwortlich sind. Ein High ist chemisch gesehen nichts anderes, als eine stark erhöhte Aktivität dieser CB1 Rezeptoren. Wenn das THC wieder aus dem Körper verschwindet, dann kehrt die Aktivität der Rezeptoren wieder auf ein normales Level zurück.

Wenn du dein Gehirn aber Tag für Tag und Woche für Woche THC aussetzt, dann versucht das Gehirn, die Aktivität runterzuregeln. Dafür werden es einfach weniger oder ihre Effekte schwächer. Aufgrund dieses „Gegenmittels“ seitens des Gehirns fühlt sich THC also nicht mehr gleich an und kann seine Wirkung nicht mehr entfalten. Das nennt sich Toleranz.

Wie sich eine Toleranz gegen THC entwickelt

Die Toleranz gegen THC wird durch die wiederkehrende Aktivierung der CB1 Rezeptoren im Gehirn verursacht. Zunächst wird dabei die Sensibilität der Rezeptoren zurückgefahren. Das bedeutet, dass das THC beim andocken einfach weniger stark wirkt. In der zweiten Phase wird die Zahl an CB1 Rezeptoren zurückgebildet, es werden also weniger. Der Unterschied zwischen den beiden Phasen liegt also darin, dass die Rezeptoren zunächst schwächer werden, dann aber ganz verschwinden.

Die Geschwindigkeit, in der man die Toleranz aufbaut, hängt von der Dosis, der Konsumhäufigkeit und den Genen ab. All diese Faktoren sind offensichtlich ziemlich individuell und von Person zu Person unterschiedlich. Hochkonzentrierte Formen von Cannabis wie Moonrocks oder Dab bilden deutlich schneller eine Toleranz auf, als herkömmliche Joints.

Eine Toleranz gegen Cannabis sinkt sehr schnell wieder

Im Vergleich zu anderen Drogen ist es beeindruckend, wie schnell sich das Gehirn nach dem Konsum von Cannabis wieder auf ein normales Level erholen kann. Erholung ist natürlich schwierig zu messen, weshalb man Verhalten, Gehirnfunktion und chemische Vorgänge im Gehirn analysiert.

Eine Studie mit täglich konsumierenden Kiffern hat gezeigt, dass sie weniger CB1 Rezeptoren haben als der durchschnittliche Mensch und diese innerhalb von 2 Wochen nach Konsumstopp wieder auf ein normales Level zurückkehren. Eine THC-Toleranz wirkt sich also vor allem in der Reduzierung der entsprechenden Rezeptoren aus – Was ziemlich praktisch ist, da sich diese einfach wieder „ausfahren“ können, wenn man für einige Tage am Stück kein Gras konsumiert hat.

Gras im Vergleich mit anderen Drogen

Wenn man es mit Alkohol vergleicht, scheinen die Folgen von exzessivem Konsum bei Cannabis deutlich weniger dramatisch zu sein. Exzessiver Alkoholkonsum hingegen kann hochtoxisch für das Gehirn sein und Verletzungen oder den Tod vieler Gehirnzellen bedeuten. Auch von übermäßigem Alkoholkonsum kann sich der Körper wieder erholen, allerdings deutlich langsamer und in der Regel nicht vollständig.

Bei Methamphetaminen hat sich das Belohnungszentrum im Gehirn auch nach einem Jahr der Abstinenz noch nicht erholt. Zusätzlich ist Meth auch noch giftig und regelmäßiger Konsum führt dazu, dass das Gehirn sich selbst reparieren will. Diese Botenstoffe beeinträchtigen aber die gesamte Hirnfunktion.

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