Cannabis-Samen: Das solltest du über die verschiedenen Arten wissen

Von Aaron Hernandez

Cannabis-Samen sind der Ausgangspunkt für das Wachstum von Cannabispflanzen – sei es für medizinische Zwecke oder den persönlichen Konsum. Die Vielfalt an Cannabis-Samen auf dem Markt kann jedoch überwältigend sein. Wenn du darüber nachdenkst, deine eigene Cannabispflanze anzubauen oder einfach nur neugierig auf die Welt der Cannabis-Samen bist, dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Arten von Cannabis-Samen es gibt und was du bei der Auswahl der richtigen Cannabis-Samen beachten solltest.

Quelle: Foto von Goh Rhy Yan auf Unsplash https://unsplash.com/de/fotos/braune-bohnen-hTd-y7MBrMg

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 Was sind Cannabis-Samen?

Cannabis-Samen sind die Grundlage für den Anbau von Cannabispflanzen. Sie enthalten das genetische Material, das benötigt wird, um eine gesunde und produktive Pflanze zu züchten. Sie sind quasi die Bausteine für dein eigenes Cannabisprojekt. Die Qualität der Samen spielt eine entscheidende Rolle im gesamten Anbauzyklus. So produzieren die besten Seeds auch die besten und ertragreichsten Pflanzen ob du nun einen hohen THC-Gehalt suchst oder CBD-reiche Sorten bevorzugst.

Welche Arten von Cannabis-Samen gibt es?

Reguläre Hanfsamen

Reguläre Hanfsamen produzieren sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen. Diese Art von Samen erfordert jedoch eine gewisse Erfahrung im Anbau, da du die Geschlechter rechtzeitig identifizieren musst, um unerwünschte Befruchtungen zu verhindern und den weiblichen Pflanzen ausreichend Raum und Nährstoffe für das Wachstum zu bieten. Erfahrene Züchter schätzen reguläre Samen jedoch oft aufgrund ihrer genetischen Stabilität.

Feminisierte Hanfsamen

Wie der Name bereits vermuten lässt, sind feminisierte Hanfsamen genetisch darauf ausgelegt, nur weibliche Pflanzen zu produzieren. Dies erleichtert den Anbau, da es keine Notwendigkeit gibt, männliche Pflanzen zu identifizieren und zu entfernen. Wenn du also weniger Lust auf Geschlechtsbestimmung und mehr auf eine reichhaltige Ernte hast, könnten feminisierte Samen die Lösung sein.

Autoflowering Hanfsamen

Autoflowering Hanfsamen sind ideal für Einsteiger oder für diejenigen, die einen unkomplizierten Anbau bevorzugen. Diese Samen beginnen automatisch mit der Blüte, unabhängig von den Lichtzyklen. Dies verkürzt die Gesamtdauer des Anbaus und ermöglicht mehrere Ernten pro Jahr.

CBD-Samen

Neben THC-reichen Hanfsamen gibt es auch CBD-Samen. Die Pflanzen dieser Samen haben einen höheren Cannabidiol-Gehalt, was zu weniger psychoaktiven Wirkungen führt. Daher sind CBD-Samen ideal, wenn du nach den potenziellen gesundheitlichen Vorteilen von Cannabis suchst.

THC vs. CBD was ist besser?

Die Frage, ob THC oder CBD besser ist, hängt stark von deinen individuellen Bedürfnissen und Präferenzen ab. THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) sind zwei der bekanntesten Cannabinoide, die in der Cannabis-Pflanze vorkommen. THC ist für die psychoaktiven Effekte verantwortlich, die mit dem Cannabis-Konsum einhergehen, während CBD nicht berauschend wirkt und oft mit verschiedenen potenziellen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht wird.

 Menschen, die nach einer entspannenden Wirkung oder einer intensiveren Erfahrung suchen, könnten THC bevorzugen. Auf der anderen Seite könnten diejenigen, die die potenziellen therapeutischen Vorteile von Cannabis ohne Rauschwirkungen nutzen möchten, eher zu CBD tendieren. Letztendlich hängt die "Besser"-Frage davon ab, welche Effekte du persönlich suchst.

Was ist der Unterschied zwischen Sativa-, Indica- und Hybridsamen?

Neben den verschiedenen Arten von Cannabis-Samen gibt auch bei den genetischen Eigenschaften der Samen einige bedeutende Unterschiede. So werden Cannabis-Sorten in der Regel in Sativa, Indica und Hybriden unterteilt. Sativa- und Indica-Sorten sind zwei Haupttypen von Cannabispflanzen, während Hybriden eine Mischung aus beiden sind.

          Sativa-Pflanzen neigen dazu, höher zu wachsen und haben schlanke Blätter. Diese Sorten sind bekannt für ihre anregenden, energetischen Effekte, die oft mit Kreativität und Fokus in Verbindung gebracht werden.

          Indica-Pflanzen hingegen sind in der Regel kompakter und weisen breitere Blätter auf. Sie werden oft mit entspannenden, beruhigenden Effekten in Verbindung gebracht und sollen sich daher gut für den Abend oder Situationen eignen, in denen Stressabbau und Entspannung erwünscht sind.

          Hybridsamen kombinieren die genetischen Merkmale von Sativa- und Indica-Pflanzen, um eine Mischung aus den jeweiligen Effekten zu erzielen. Die Ziele sind hier meist eine ausgewogene Wirkung bis hin zu einem Schwerpunkt auf den Charakteristika einer der Elternsorten. Die Vielfalt von Hybriden ermöglicht es den Züchtern, Pflanzen mit spezifischen Eigenschaften zu kreieren, die den Bedürfnissen der Nutzer besser entsprechen.

So wählst du die richtigen Cannabis-Samen aus

Bevor du dich für eine Art von Cannabis-Samen entscheidest, solltest du weitere Merkmale berücksichtigen. Hierbei sind insbesondere die Art des Anbaus sowie deine persönlichen Vorlieben wichtig. Je nach Möglichkeiten können sich unterschiedliche Samen-Arten und Cannabis-Sorten für dein Projekt eignen.

1. Indoor vs. Outdoor

Die Entscheidung, ob du deine Cannabis-Pflanzen drinnen oder draußen anbauen möchtest, beeinflusst maßgeblich die Auswahl der Samen. Autoflowering Indica-Sorten sind aufgrund ihrer kompakteren Größe für den Indoor-Anbau geeignet. Bekannt dafür, im Outdoor-Bereich gut zu gedeihen, sind Sativa-Sorten, da sie höher wachsen können.

 Grundsätzlich wird jedoch der Indoor-Anbau empfohlen, da dieser dir eine genauere Kontrolle über Umweltbedingungen wie Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit bietet. So können fast alle Cannabis-Pflanzen indoor optimal gedeihen, sofern du die erforderlichen Umweltbedingungen der Cannabis-Pflanze beachtest.

2. Klima

Solltest du dich dennoch für den Outdoor-Anbau entscheiden, ist das Klima deiner Region ein entscheidender Faktor bei der Auswahl der Cannabis-Samen. Einige Sorten sind besser für warme, sonnige Klimazonen geeignet, während andere widerstandsfähiger gegenüber kühlerem oder feuchterem Wetter sind.

 Autoflowers und indicadominierte Cannabis-Sorten durchlaufen in der Regel einen kürzeren Lebenszyklus, weshalb sie optimal für kühlere und kürzere Anbausaisons geeignet sind. Sofern du in südlicheren, wärmeren Regionen lebst und eine längere Anbauperiode möglich ist, kannst du dich für sativadominierte Samen entscheiden.

3. Blütezeit

Die Dauer der Blütezeit variiert je nach Cannabis-Sorte. Wenn du nach einer schnellen Ernte suchst, könnten Autoflowering-Samen eine gute Wahl sein, da sie unabhängig von der Lichtmenge automatisch blühen und daher kürzere Wachstumszeiten haben. Reguläre Samen erfordern hingegen eine längere Vegetationsperiode, bevor sie in die Blütephase übergehen.

 Bevor du dich für eine bestimmte Sorte entscheidest, solltest du dich eingehend über die Dauer der Blütephase informieren – insbesondere, wenn du schnelle und üppige Ergebnisse erzielen möchtest. Wenn Zeit keine Rolle für dich spielt, bieten sich auch Sorten mit längeren Blütezeiten an.

So lagerst du Cannabis-Samen richtig

Wenn du verschiedene Cannabis-Samen kaufst und mit dem Anbau noch etwas warten möchtest, ist die richtige Lagerung entscheidend, um ihre Keimfähigkeit und Qualität langfristig zu bewahren. Optimal ist ein kühler, dunkler und trockener Lagerplatz. Darüber hinaus solltest du die Samen luftdicht und lichtgeschützt am besten in verschließbaren Glasbehältern aufbewahren.

 Um die ideale Luftfeuchtigkeit zu erhalten, kann es nützlich sein, ein Trockenmittel wie Silikagel-Packungen hinzuzufügen. Unter geeigneten Bedingungen können gut gelagerte Cannabis-Samen mehrere Jahre lang keimfähig bleiben und in einigen Fällen sogar bis zu 5 Jahre ihre Frische bewahren.

Cannabis-Samen keimen: So gelingt der Anbau

Für einen erfolgreichen Anbau ist die Keimung der Cannabis-Samen ein entscheidender Schritt. Du kannst die Cannabis-Samen entweder direkt im Wachstumssubstrat oder zwischen zwei feuchten Papiertüchern an einem warmen, dunklen Ort keimen lassen. Alternativ gibt es auch spezielle Keimungs-Sets, die dir diesen ersten Schritt erleichtern.

 Sobald die Wurzeln erscheinen, kannst du die Samen vorsichtig in Erde einpflanzen. Um ein gesundes Keimwachstum zu fördern, solltest du für eine feuchte, aber nicht zu nasse Umgebung sorgen. Mit der richtigen Auswahl der Cannabis-Samen sowie ausreichend Pflege und Aufmerksamkeit während der Keimungsphase legst du den Grundstein für eine erfolgreiche Cannabis-Zucht.

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